Schneeballsysteme und ihre strafrechtliche Erfassung durch das Lauterkeitsrecht
Unter Berücksichtigung und Abgrenzung des Multi Level Marketings
Von:
Isler, Jan L.Schneeballsysteme sind kein neues Phänomen – doch im Zeitalter sozialer Medien erleben sie eine neue Dynamik und Reichweite. Trotz ihrer grossen praktischen Bedeutung ist ihre rechtliche Erfassung bis heute nur unzureichend geklärt. Die vorliegende Arbeit schliesst diese Lücke und bietet erstmals eine umfassende, systematische Analyse.
Ausgehend von einer präzisen phänomenologischen Untersuchung arbeitet die Dissertation die zentralen Strukturmerkmale von Schneeballsystemen heraus und zeigt, worin ihre besondere Gefährlichkeit liegt und weshalb sie seit jeher Gegenstand gesetzgeberischer Eingriffe sind.
Im rechtlichen Teil werden die bestehenden Regelungen kritisch hinterfragt und weiterentwickelt. Die Arbeit zeigt auf, weshalb die heutige Verankerung im Lauterkeitsrecht nicht zu überzeugen vermag, und entwickelt überzeugende Lösungsansätze für eine sachgerechte strafrechtliche Erfassung.
Ein besonderes Augenmerk gilt schliesslich der praxisrelevanten Abgrenzung zum Multi-Level-Marketing. Die Arbeit liefert klare, anwendbare Kriterien und schafft damit Rechtssicherheit für Gerichte, Behörden und Marktteilnehmer.
Die Dissertation richtet sich an Wissenschaft und Praxis gleichermassen und bietet eine fundierte Grundlage für die rechtliche Beurteilung eines ebenso aktuellen wie vielschichtigen Phänomens.
September 2026, 198 Seiten, Grundlegendes Recht, Bd. 34, Deutsch
Helbing & Lichtenhahn
978-3-7190-5146-4
Helbing & Lichtenhahn
978-3-7190-5146-4

