In Zeiten rastloser Betriebsamkeit dürfte das Verhältnis von Muße und Bildung zu den vielzitierten ‚vergessenen Zusammenhängen‘ (Mollenhauer) gehören. Die vorliegende erziehungswissenschaftliche Studie regt dazu an, die Bedeutung der Muße für die Pädagogik unter professionstheoretischen Gesichtspunkten neu zu betrachten.
Im Anschluss an die pädagogische Ideengeschichte und an das Modell der ‚Krise durch Muße‘ in der strukturtheoretischen Professionstheorie zeigen objektiv-hermeneutische Fallstudien Perspektiven für die Habitusbildung und das professionelle Handeln in pädagogischen Arbeitsbündnissen auf.
Der Autor
Moritz Czarny ist Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, Fakultät für Sozialwissenschaften. Er hat an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Fach Erziehungswissenschaft promoviert.