Genetische Daten in der Transplantationsmedizin

Zur rechtlichen Zulässigkeit und möglichen Pflicht der Offenbarung drittrelevanter Informationen gegenüber Verwandten verstorbener Spender

Die zunehmende Anwendung gendiagnostischer Methoden ermöglicht eine immer präzisere, personalisierte Medizin. Zugleich führt sie dazu, dass genetische Daten erhoben werden, die zumindest teilweise auch für Dritte relevant sein können. Auch in der Transplantationsmedizin werden solche Verfahren inzwischen regelmäßig eingesetzt. Gleichwohl ist bislang ungeklärt, ob Ärzte genetische Daten verstorbener Organ- und Gewebespender an deren Verwandte weitergeben dürfen oder sogar müssen. Die Arbeit widmet sich dieser Regelungslücke. Nach einer Erörterung der naturwissenschaftlichen Grundlagen analysiert sie die geltende Rechtslage, zeigt den bestehenden gesetzgeberischen Handlungsbedarf auf und entwickelt einen praxisorientierten Regelungsvorschlag.

August 2026, ca. 324 Seiten, Schriften zum Bio-, Gesundheits- und Medizinrecht, Bd. 74, Deutsch
Nomos
978-3-7560-2148-2

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