Missbrauchskontrolle bei grenzüberschreitenden Umwandlungen nach der Mobilitätsrichtlinie (AHW 269)

mit besonderem Blick auf ihre Umsetzung im UmRUG

Der Band widmet sich der Missbrauchskontrolle, die Bestandteil eines jeden grenzüberschreitenden Umwandlungsvorgangs für Kapitalgesellschaften innerhalb der Europäischen Union ist. Fällt eine grenzüberschreitende Umwandlung durch die Missbrauchskontrolle, scheitert zugleich die gesamte Umwandlung. Die damit einhergehende Sprengkraft verstärkt sich, wenn man versucht, die als Generalklausel ausgestaltete Missbrauchskontrolle näher zu konkretisieren, denn es bleibt offen, welche konkreten Fälle vom Missbrauchstatbestand erfasst sind. Dies wiederum hemmt die Ausübung der Niederlassungsfreiheit im Binnenmarkt. Die Arbeit gestaltet den umwandlungsrechtlichen Missbrauchstatbestand näher aus und untersucht dessen Anwendungsbereich im Schutzkonzept des europäischen Umwandlungsrechts. Hierfür erfolgt insbesondere eine umfassende Fallgruppenbildung, die an die verschiedenen Stakeholdergruppen der Arbeitnehmer, Gläubiger und Minderheitsgesellschafter anknüpft und anhand verschiedenster Fallkonstellationen den Missbrauchsbegriff greifbar machen soll. Damit liefert die Arbeit wichtige Erkenntnisse für die Praxis und bietet Hilfestellung sowohl für den Registerrichter, der in Deutschland für die Missbrauchskontrolle zuständig ist, als auch für den praktischen Rechtsanwender, um einen Konflikt mit dem Missbrauchstatbestand vorzubeugen.

juin 2026, env. 652 pages, Abhandlungen zum deutschen und europäischen Handels- und Wirtschaftsrecht, Bd. 269, Allemand
Heymanns C.
978-3-452-30656-2

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