Depression – eine Frage der Autonomie

Gender-, klassen- und rassismussensible Perspektiven auf das Phänomen Depression

Das Buch untersucht Depression als gesellschaftlich verankerte Erfahrung und rückt ihre Verbindung zu sozialen Ungleichheiten in den Mittelpunkt. Auf Grundlage von 25 biografisch-narrativen Interviews werden vier idealtypische Formen depressiven Erlebens rekonstruiert, die entlang zentraler Ungleichheitsachsen – Klasse, Geschlecht und Race – verlaufen. Gezeigt wird, dass Depression nicht primär aus Überforderung durch Autonomie entsteht, wie es bekannte Lesarten nahelegen (etwa Alain Ehrenbergs Das erschöpfte Selbst), sondern aus strukturell begrenzten Möglichkeiten zur Selbstbestimmung.

Juni 2026, 393 Seiten, Deutsch
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
978-3-658-52056-4

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