Muslimischer Antisemitismus

Woher er kommt, wie er wirkt und was wir tun können

Eine unterschätzte Gefahr und was wir dagegen tun können

Nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 war das Entsetzen darüber groß, dass einige Muslime in Deutschland und anderen Ländern ihren Hass auf Israel und Juden aggressiv zur Schau stellten. Omar Kamil erklärt, aus welchen nationalistischen, religiösen und antikolonialistischen Quellen sich der muslimische Antisemitismus speist und was gerade in Deutschland präventiv dagegen getan werden kann.

Juden konnten in der islamischen Welt als "Schutzbefohlene" über Jahrhunderte weitgehend unbehelligt leben. Erst seit der Kolonialzeit hat sich unter dem Einfluss antisemitischer Traktate aus Europa, durch die Zuwanderung von Juden nach Palästina und schließlich die Gründung des Staates Israel ein muslimischer Antisemitismus herausgebildet. Hunderttausende Juden wurden in den 1940er und 1950er Jahren aus islamischen Ländern vertrieben. Der muslimische Antisemitismus äußert sich heute vor allem in einem Hass auf Israel, das als Inbegriff kolonialer Fremdherrschaft gilt. Omar Kamil beschreibt diese Entwicklungen prägnant. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem muslimischen Antisemitismus in europäischen Gesellschaften. Nicht zuletzt geht es um die Frage, was getan werden kann - und bisher versäumt wurde -, um den Antisemitismus einzuhegen und ihm den Nährboden zu entziehen.

August 2026, ca. 240 Seiten, Beck Paperback, Bd. 6569, Deutsch
Beck, C H
978-3-406-82259-9

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