WohnungsNotLüge

Wie Deutschland an einer Diagnose vorbeidiskutiert, die nie gestellt wurde

Deutschland diskutiert seit Jahren über die Wohnungsnot - und diskutiert dabei an der eigentlichen Diagnose vorbei. Andreas Schmidt, seit 1991 in der Immobilienwirtschaft tätig, stellt die geläufige Erzählung vom reinen Wohnungsmangel infrage. Seine These: Deutschland hat kein Wohnungsproblem, sondern ein Infrastrukturproblem, das sich am Wohnungsmarkt zeigt - mit zwei Symptomen derselben Ursache: Knappheit und hohe Preise in den Metropolen auf der einen, Leerstand in den Regionen auf der anderen Seite. Schmidt kennt beide Enden des Marktes aus eigener Anschauung - die Sicht der Investoren ebenso wie die der Mieter. Aus jahrzehntelanger Praxis heraus - als Zwangsverwalter (gerichtlich bestellter Verwalter zwangsverwalteter Immobilien) mit über 5.000 abgewickelten Einheiten, als Abwickler einer Genossenschaft mit über 1.800 Wohnungen, als Projektentwickler und Berater - zeigt er, warum reiner Neubau die teuerste und schwächste Antwort ist. Und wo die wirksamen Hebel liegen: den vorhandenen Bestand in Bewegung bringen, statt am falschen Ort neu zu bauen; älteren Menschen mit dem Konzept "Generation Gold" ein freiwilliges, würdiges Verkleinern ermöglichen; Orte durch Infrastruktur wieder erreichbar und lebenswert machen. Sein Fazit: "Wir bauen Deutschland am falschen Ende." Kein akademisches Traktat, sondern die Analyse eines Praktikers - faktenbasiert, verständlich, unbequem.

octobre 2026, env. 200 pages, Allemand
Gold Verlag
978-3-912214-29-1

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