Verschwörungssemantik zwischen Krise und Routine
Zur Wissenssoziologie der Debatten um die Corona-Pandemie
Sebastian Klimasch analysiert die Debatten um Verschwörungstheorien während der Corona-Pandemie als sozialen Prozess wechselseitiger Delegitimierung und sozialer Schließung. Aus phänomenologisch fundierter wissenssoziologischer Perspektive werden drei Schließungslogiken - Moralisierung, Pathologisierung und Dehumanisierung - typologisch unterschieden. Die Arbeit entwickelt damit eine Heuristik zur Analyse gegenwärtiger Polarisierungsprozesse, die über den Kontext der Pandemie hinaus genutzt werden kann.

