Franz Liszt - Ungarische Rhapsodie Nr. 11

Besetzung: Klavier zu zwei Händen

Die 1853 erschienene elfte "Ungarische Rhapsodie" basiert auf vier Themen ungarischen Charakters, deren Herkunft bisher nicht ermittelt werden konnte: Möglicherweise notierte Liszt sie auf seiner Ungarnreise 1846 nach dem Gehör. Eingeleitet durch ein leises Tremolo quasi cimbalo erklingen nacheinander ein volkstümliches Lied, ein Tanz sowie zwei Csárdás-Kompositionen, wobei Anklänge an die damals populären sogenannten "Zigeunerkapellen" unverkennbar sind. Auf eine - selbst im Kosmos der "Rhapsodie"-Serie - einzigartige Weise wird in jedem neuen Abschnitt das Tempo gesteigert und der Klaviersatz vollgriffiger. Parallel weitet sich das harmonische Umfeld, wobei der Weg von a-moll über A-dur bis hin zur glänzenden Stretta in Fis-dur führt.
Erneut konnten für die Urtext-Edition, die erstmals auch das erhaltene Autograph berücksichtigt, zwei ausgesprochene Liszt-Spezialisten gewonnen werden: Mária Eckhardt für das Vorwort sowie Vincenzo Maltempo für den Fingersatz.

juin 2026, 14 pages, G. Henle Urtext-Ausgabe, Anglais/Français/Allemand
Henle, G. Verlag

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