Die Ungefährlichkeitsvermutung im Massnahmenrecht
Von:
Studer, RafaelWer trägt die Last des Zweifels an der Gefährlichkeit? Während die Unschuldsvermutung tief in unserer rechtsstaatlichen Kultur verankert ist, fehlte bislang eine vergleichbare Garantie für gefährlichkeitsverdächtigte Personen. Diese Dissertation schliesst die Forschungslücke und begründet eine Ungefährlichkeitsvermutung im Massnahmenrecht. Strafbehörden sind bereits heute an diese Garantie gebunden, da sie sich aus der Auslegung des geltenden Rechts ergibt. Grundlage sind die massnahmenrechtlichen Bestimmungen, der Grundsatz der Verhältnismässigkeit sowie in dubio pro reo. Anhand praktischer Fallbeispiele wird erläutert, unter welchen Bedingungen Gerichte die Vermutung der Ungefährlichkeit widerlegen und einer Person die Freiheit entziehen können. Die Ungefährlichkeitsvermutung setzt dafür klare beweisrechtliche Grenzen und definiert Höchstfristen für die Dauer von Massnahmen.
April 2026, ca. 228 Seiten, Deutsch
Dike
978-3-03891-859-2
Dike
978-3-03891-859-2

