Die Neue Rechte und der Nationalsozialismus

Schuldabbau als Bedingung "völkischer Identität"

Niklas Fischer zeigt, wie die "Neue Rechte" mit ihren Publikationen zentrale Konsense der NS-Aufarbeitung infrage stellt und versucht, das gesellschaftliche "Meinungsfenster" im Sinne ihrer völkischen Ideologie zu verschieben. Im Mittelpunkt stehen Erzählungen von "deutschen Opfern", verlorener Identität und angeblicher "Überfremdung", die als Folge einer vermeintlich linken Hegemonie gedeutet werden. Die Analyse arbeitet die Muster dieser metapolitischen Agitation heraus - von der Klage über die "Nazikeule" bis zur Kritik am "Schuldkult" - und macht die Funktion der geforderten "erinnerungspolitischen Wende" sichtbar. Abschließend entwickelt Fischer Anregungen für einen reflektierten Umgang mit solchen Deutungskämpfen in Bildungsprozessen.

August 2026, 339 Seiten, Forum Historisches Lernen, Deutsch
Wochenschau Verlag
978-3-7344-1823-5

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