Die intentionale Zerstörung von "Form" und "Inhalt", die größtmögliche Reduktion des künstlerischen Materials oder die Auflösung von konventionell sinnstiftenden Strukturen zählen zu den wohl medienreflexivsten Phänomenen innerhalb der ästhetischen Praxis: Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts experimentieren neoavantgardistische Strömungen mit Feuer oder Sprengstoff, Schimmel oder Säure, arbeiten Künstler:innen mit dekonstruktivistischen und destruktiven Verfahren oder setzen sich gar der eigenen körperlichen (Selbst-)Verletzung aus - und machen so die essenziellen medialen Bedingungen von z.B. Architektur, Film, Installation, Literatur, Malerei, Mode, Musik, Performance oder Photographie überhaupt erst sichtbar.
Juli 2026, 638 Seiten, Medienkomparatistik: Vergleichende Medien- und Kulturforschung | Comparative Media and Culture Studies(Q30) Medienkomparatistik: Vergleichende Medi, Bd. 3, Deutsch
Nomos Verlags GmbH
978-3-7560-4076-6
Nomos Verlags GmbH
978-3-7560-4076-6

