Zwei Heidelberger Scherzreden

Gribus' "Schelmenzunft" und Gallus' "Liechtschiff"
Herausgegeben von:
Bässler, Andreas

An den Universitäten der Frühen Neuzeit hatten die Philosophen als Disputationsform das Quodlibet. Um nach solchen Redeschlachten das Publikum zu erheitern, gab es Scherzreden als Intermezzos. Gribus' und Gallus' Scherzreden wurden an der Universität Heidelberg gehalten und 1489 gemeinsam abgedruckt. Sie behandeln in derber Manier, wie Studenten, Akademiker, Geistliche usw. närrische Korporationen bilden, in der die sonstigen Regeln des Zusammenlebens auf den Kopf gestellt sind. Die beiden Scherzreden bilden einen wichtigen Ausgangspunkt für die Entstehung der nachfolgende Narrenliteratur. Andreas Bässler forscht zur Literatur von Eulenspiegel bis Schubart, Schwerpunkte Intermedialität, Embleme, Schelmenroman, Narrenzünfte. Lehrt an der Universität Stuttgart.

September 2023, 288 Seiten, Literatur: Forschung und Wissenschaft, Bd. 41, Deutsch
Lit Verlag
978-3-643-15377-7

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