Vom Spieler zum Staatsbürger

Sportspielvermittlung als Motor demokratischer Bildung

„Sport macht demokratisch“ – eine Annahme, die im schulischen Alltag oft selbstverständlich erscheint, jedoch selten kritisch hinterfragt wird. Die vorliegende Arbeit widerspricht einfachen Antworten. Demokratische Erfahrungen entstehen im Sportspiel nicht automatisch – sie müssen pädagogisch ermöglicht, reflektiert und ausgehandelt werden. Jacob Rieder richtet den Blick auf die Sportspielvermittlung als sozialen und bildenden Erfahrungsraum zwischen Konkurrenz, Leistung, Teilhabe und Mitbestimmung. Aus bildungs- und demokratietheoretischer Perspektive untersucht er, welche Vorstellungen von Lernen, Leistung und Gemeinschaft in unterschiedlichen Vermittlungskonzepten angelegt sind – und welche demokratischen Möglichkeiten, aber auch Spannungen sich daraus für den Schulsport ergeben. Die Arbeit verbindet theoretische Tiefenschärfe mit didaktischer Anschlussfähigkeit und entwickelt eine reflektierte, subjektorientierte und partizipative Perspektive auf den Sportunterricht. Ein Buch für alle, die Sport nicht nur unterrichten, sondern seinen Bildungsanspruch ernst nehmen wollen.

Juli 2026, 137 Seiten, BestMasters, Deutsch
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
978-3-658-52637-5

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