Transformatives Lernen in der Hochschule

Zwischen Irritation, Erkenntnis und Veränderung

Transformation ist kein planbares Lernziel. Sie betrifft nicht nur Wissen oder Kompetenzen, sondern kann Selbst- und Weltverhältnisse, wissenschaftliche Perspektiven und institutionelle Selbstverständlichkeiten verändern. Sie entfaltet sich aus dem Zusammenspiel von sozialen Beziehungen, Affekten und Machtverhältnissen und bleibt dabei kontingent, konflikthaft und nicht vollständig steuerbar. Die Autor*innen untersuchen transformatives Lernen und transformative Prozesse aus kulturpsychologischer, ethnologischer, sozialwissenschaftlicher, didaktischer und künstlerischer Perspektive. Unter welchen Bedingungen sind tiefgreifende Veränderungen von Selbstverständnissen, Erkenntnisweisen und wissenschaftlichen Praktiken möglich, insbesondere in Situationen, die von Irritationen, Fremdheitsgefühlen, Machtverhältnissen oder soziokulturellen Konflikten geprägt sind? Die Beiträge verbinden theoretische Analysen und empirische Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen in der Hochschullehre. Sie machen Transformation als soziales, affektives und epistemisches Geschehen, das die Bildung und Entwicklung von Studierenden und Forschenden fordert und fördert, sichtbar - jenseits von Methodenkatalogen und Outcome-Logiken. Sie bieten Orientierung für einen verantwortungsvollen Umgang mit Unsicherheit, Macht und Differenz in Lehre und Forschung. Mit Beiträgen von Anup Dhar, Ines Gottschalk, Christian Gudehus, Levi Gudehus, Dieter Haller, Monique Kaulertz, Karen Köhler, Carlos Kölbl, Paul S. Ruppel, Marie Scheliga, Jürgen Straub und Moritz Wullenkord

Juni 2026, 320 Seiten, Diskurse der Psychologie, Deutsch
Psychosozial Verlag GbR
978-3-8379-3522-6

Weitere Titel der Reihe: Diskurse der Psychologie

Alle anzeigen

Weitere Titel zum Thema