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Serielles Erzählen und kollektive Identitäten

Narrative Konstruktionen kulturellen Bewusstseins in aktuellen spanischen und lateinamerikanischen TV- und Streaming-Serien

In den letzten Jahren haben spanische und lateinamerikanische Serien weltweit Erfolge gefeiert, doch ihr kulturelles und narratives Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft. Diese Monographie widmet sich aus einer umfassenden kultur- und medienwissenschaftlichen Perspektive der spanischsprachigen TV- und Streamingserie der Gegenwart und untersucht, wie serielle Erzählformen kollektive Identitäten prägen, verhandeln und hinterfragen. Ausgehend von der Doppelstruktur der Serialität - Wiederholung und Variation - zeigt das Buch, wie Form und Inhalt aufs Engste ineinandergreifen und kulturelles Bewusstsein im seriellen Erzählen erzeugen. Anhand von vier exemplarischen Produktionen - der phantastischen Kriminal- und Mysteryserie Luna, el misterio de Calenda (Antena 3, 2012- 2013), dem historischen biopic Isabel (TVE, 2012-2014), der historischen Science Fiction-Serie El ministerio del tiempo (TVE, 2015-2020) und der mexikanischen Drama-Serie Monarca (Netflix, 2019-2021) - analysiert die Studie einerseits regionale, nationale und postkoloniale Identitätsentwürfe zwischen Mythos, Geschichte und Gegenwart sowie andererseits soziale Formationen in adoleszenten, familiären und weiblichen Identitätskonstellationen. So eröffnet sie neue Perspektiven auf eine Serienlandschaft, die zwischen globalen Erzählkonventionen und lokal verankerten Geschichten, zwischen typisch individuellen und gemeinschaftlichen Entfaltungsformen, ein vielstimmiges kulturelles Gedächtnis hervorbringt.

März 2026, 196 Seiten, Marburger Schrifte zur Medienforschung, Bd. 103, Marburger Schriften zur Medienforschung, Deutsch
Schüren Verlag
978-3-7410-0488-9

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