Minderheiten zwischen Anerkennung, Verweigerung und Indifferenz

Eine Analyse direktdemokratischer Entscheidungen im Kanton Graubünden von 1860 bis 2009

In den letzten drei Jahrzehnten wurde umfangreiche Forschung zum Thema "direkte Demokratie und Minderheiten" betrieben. Dabei stand vornehmlich die Frage im Mittelpunkt, inwieweit die direkte Demokratie für Minderheiten eine Chance oder eine Gefahr darstellt. Diese Forschung wird hier um eine neue Fragestellung sowie eine historische Perspektive erweitert. Der Fokus liegt nun nicht mehr auf dem Verhältnis von Mehrheit und Minderheit, sondern auf der Anerkennung von Minderheitenanliegen durch andere Minderheiten. Dabei wird unter anderem untersucht, wie sich die Anerkennungsbereitschaft in den letzten 150 Jahren im Schweizer Alpenkanton Graubünden verändert hat und welchen Einfluss politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Krisen darauf hatten.

April 2026, 344 Seiten, Deutsch
Nomos
978-3-7560-3627-1

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