Max Cohen (1876-1963)

Ein deutsch-jüdischer Sozialdemokrat im Zeitalter der Extreme

Max Cohen (1876-1963) war Kommunalpolitiker, Reichstagsabgeordneter und Vorsitzender des Zentralrates der Arbeiter- und Soldatenräte Deutschlands. Sein Leben zeigt die Geschichte von Kaiserreich, Krieg und Revolution in einem anderen Licht. Sein Name steht für den Versuch, ein deutsches Modell der Rätedemokratie zu entwickeln und in Weimar ein Bündnis aller demokratischen Kräfte zu bauen. Als kluger Außenpolitiker wollte er seinem Land mit der deutsch-französischen Zusammenarbeit einen Ausweg aus der Sackgasse weisen, in die es sich manövriert hatte. Seine feste Überzeugung, dass die Europäische Einigung nur von unten zustande kommen könne und dass sich der Kontinent Europa allein auf der weltpolitischen Bühne behaupten müsse, ist noch heute aktuell.

Juni 2026, 745 Seiten, Deutsch
Böhlau-Verlag GmbH
978-3-412-53565-0

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