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Logik der Perspektivität

Eine phänomenologische Interpretation von Kants Kritik der reinen Vernunft
Das ‹Ich›, Leitmotiv des deutschen Idealismus, ist kein Hirngespinst, sondern der sich selbst enthaltende Begriff. Als solcher ist es der Limes der formalen mathematischen Logik, nichts anderes nämlich als der ‹Widerspruch›, dessen Vermeidung Voraussetzung ist für das Funktionieren formallogischer Kalküle. Kants nicht-formale transzendentale Logik verlangt, sich auf den ‹Widerspruch›, das heisst auf die Einheit Entgegengesetzter einzulassen. Sie vermittelt Begriff und Anschauung, Logik und Erfahrung, trägt also phänomenologische Züge. Im Begriff der ‹Perspektivität› wird diese Vermittlungsbewegung Kants Verständnisstufe des ‹Ich› entsprechend entfaltet. Dabei gewinnt eine Philosophie an Form, die nicht über positivierbare Gegenstände spricht, sondern versucht, durch die Arbeit am Begriff zu verstehen, was es heisst, nicht formallogische Modellwelten, sondern Wirklichkeit ins Wort zu setzen.
Oktober 2025, 616 Seiten, Gebunden, Deutsch
schwabe
978-3-7965-5408-7

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