Kritik der politischen Kunst

Immer wieder werden Romanklassiker umgeschrieben, Bilder aus Museen entfernt oder ihnen ein "verträglicherer Rahmen" verpasst. Kann Kunst noch unpolitisch? Prominente Kunstwerke wie der Verhüllte Reichstag oder die Installation Der Bevölkerung im Gebäude des Bundestages waren begleitet von engagierten Diskussionen bis in höchste politische Ämter hinein. Politische Kunst oder politisierte Kunst? Was sich zunächst ausnehmen mag wie ein Orchideenthema, präsentiert Harry Lehmann als geradezu beispielhaft für die unverzichtbare und genaue Beobachtung der Entwicklung unserer Gesellschaft und was das für unser öffentliches und persönliches Leben bedeutet: "Wenn man die politische Kunst besser versteht - so das Versprechen dieses Buches -, dann versteht man auch besser die gegenwärtige Strukturkrise liberaler Demokratien." Harry Lehmann geht mit einem dezidiert systemischen Blick Entwicklungen auf den Grund, die Anlass zur Sorge geben: Wie frei darf und muss Kunst sein? Und wo wird sie, ohne es zu wollen, politisch bzw. politisiert? Wie autonom kann demokratische Politik bleiben und sich auf ihre Funktion besinnen, autonom zu organisieren, wie Macht in der Gesellschaft auf Zeit verteilt wird?

September 2026, ca. 160 Seiten, update gesellschaft, Deutsch
Carl Auer
978-3-8497-0655-5

Weitere Titel der Reihe: update gesellschaft

Alle anzeigen

Weitere Titel zum Thema