Kognition, Semantik, Theologie

Eine frame‐semantische Untersuchung von Lexemen der Wurzeln חסד ,חנן ,רחם und אמן

Einträge in Wörterbüchern reichen oft nicht aus, um die Bedeutung eines bibelhebräischen Lexems zu ermitteln. Direkte Wortentsprechungen beinhalten die Gefahr, dass Konzepte, die dem Inhalt der Texte fremd sind, in sie eingetragen werden. Exemplarisch wird das anhand von Lexemen der Wurzeln ¿¿¿, ¿¿¿, ¿¿¿ und ¿¿¿ gezeigt, die in der "Gnadenformel" (Ex 34,6) verwendet werden und eine hohe theologische Relevanz aufweisen. Die Methodik der Studie beruht auf der kognitiven Linguistik. Insbesondere die Frame-Semantik berücksichtigt enzyklopädische Informationen aus der Lebenswelt der Sprachbenutzer, die bei der Verwendung eines Lexems vorausgesetzt werden. Die von Carsten Ziegert entwickelte und auf die genannten Lexeme angewandte Methodik resoniert mit der in der Dogmatik diskutierten Frage nach der Beschreibbarkeit Gottes. Als Ergänzung zu einer Beschreibung Gottes durch abstrakte Begriffe können bildhafte Darstellungen prototypischer Lebenssituationen dienen, die durch Frames repräsentiert werden.

Juni 2026, 400 Seiten, gebunden, Wissenschaftliche Monographien zum Alten und Neuen Testament, Bd. Band 190, Deutsch
Vandenhoeck u. Ruprecht
978-3-525-50274-7

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