Heteromobilität

Fortbewegung und Autonomie in Kindheit und Alter

Das Buch vergleicht körperliche Mobilität in Kindheit und Alter. Autonomie ist hier auch eine Frage der "Automobilität": Wer nicht selbständig laufen kann, ist auf andere angewiesen. Fortbewegung wird so zu einer sozialen Praxis. Diese "Heteromobilität" untersucht Philip Lambrix ethnografisch: Er läuft mit und spricht mit denen, die sich und andere bewegen. Dabei fragt er, wie Heteromobilität in beiden Lebensphasen erlebt und bewertet wird. Warum finden wir die Abhängigkeit kleiner Kinder niedlich, die älterer Menschen aber tragisch? Welche Rolle spielen Fürsorge, Hilfe, Macht und Gewalt in Sorgebeziehungen? Machen wir Menschen auch durch die Art, wie wir sie transportieren, zu "Kindern" und "Alten"? Und: Sind wir jemals wirklich selbständig?

Juli 2026, 232 Seiten, Körper und Gesellschaft, Bd. 1, Deutsch
Nomos Verlags GmbH
978-3-7560-3664-6

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