Was ist deutsch am deutschen Wald?

Wuchs und Auswüchse eines nationalen Biotops

'Wir sind Waldvolk' Grüne Heimat seit einem halben Jahrtausend Schon um 1500 erklärte die hiesige Gelehrtenelite den Wald zum Geburtsort des Vaterlands. Später stellte ihn die deutsche Fortwirtschaft unter die Schirmherrschaft der Aufklärung, fast gleichzeitig feierte die Romantik ihn als nationales Biotop - und das mit durchaus bösen Folgen. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die Waldliebe unerschüttert, selbst unter dem Horizont des Waldsterbens und seiner 'german Angst'. Detlev Arens ergründet mit scharfem Blick die tiefe Beziehung zwischen nationaler Identität und grünem Sehnsuchtsraum. Sein feinsinniger Humor hebt die Missverständnisse und Widersprüche ans Licht, auf denen die vermeintlich 'deutsche' Waldliebe basiert. Der Autor zeichnet den Weg vom Fichtenforst zum Klimawandel-Opfer nach und lässt auch die jüngsten Kontroversen um ein geheimes Bäumeleben nicht unbeobachtet. Für naturverbundene Kulturinteressierte, die mehr über die Wurzeln unserer oft unbewussten Waldbeziehung erfahren möchten.

septembre 2026, 150 pages, Allemand
Regionalia Verlag
978-3-95540-459-8

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