Von der Leichtigkeit, Gott zu finden

Das innere Gebet der Madame Guyon

Zu ihren Lebzeiten umstritten und verfolgt, hat Jeanne-Marie Guyon (1648-1717) eine geistliche Lehre des inneren Gebets entwickelt. Angesichts der Kräfte unserer Welt zeigt Madame Guyon von Jesus Christus her einen Weg zur Mitte, der befreiend ist, weil er nicht noch mehr Anstrengung und Leistung verlangt, sondern die eigene Aktivität zur Ruhe bringen will, um ein stilles Geschehenlassen von Gott her zu ermöglichen. Vielleicht ist diese Ermutigung heute aktueller denn je. Der evangelische Theologe Gottfried Arnold übersetzte ihre Schriften 1701 ins Deutsche. Gerhard Tersteegen machte ihre Gedanken innerhalb des Pietismus fruchtbar, und so findet sich ihr Einfluss auch bei August Hermann Francke, Nikolaus von Zinzendorf oder Johann Heinrich Jung-Stilling. Später schrieb z. B. Hedwig von Redern über Madame Guyon. Ihre Einsichten zogen weite Kreise, im angelsächsischen Raum vor allem durch die Quäker und John Wesley.

août 2009, 147 pages, Klassiker der christlichen Spiritualität, Bd. 2, Allemand
Neufeld Verlag
978-3-937896-84-7

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