Trans* Geschlechtlichkeit bei Kindern und Jugendlichen

Einführung in eine professionelle und diskriminierungssensible Gesundheitsversorgung

In der medizinischen und psychologischen Fachwelt hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein grundlegender Wechsel im Verständnis von Trans*Geschlechtlichkeit vollzogen. Trans*Geschlechtlichkeit wird nicht länger pathologisiert, Geschlecht nicht mehr ausschließlich binär verstanden und die Vielfalt individueller Entwicklungs- und Behandlungswege wird anerkannt. Eine Folge davon ist, dass sich in Deutschland mehr trans*idente Kinder und Jugendliche als geschlechtlich non-konform outen und gemeinsam mit ihren sorgeberechtigten Eltern ärztliche bzw. psychologische Unterstützung suchen.

Das Buch gibt einen Überblick über Grundlagen und aktuelle empirische Befunde aus Forschung und Klinik. Es zeigt, wie in der psychotherapeutischen Versorgung Diskriminierung vermieden werden kann und wie eine gerechte Beteiligung von trans* Personen in Forschung und Versorgung gewährleistet werden kann. Dabei wird auf spezielle Herausforderungen in Forschung und Praxis eingegangen und es werden Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Das Fachbuch dokumentiert unter anderem die Ergebnisse des interdisziplinären und partizipativen Forschungsprojekts TRANS*KIDS, gefördert durch das Bundesgesundheitsministerium. Ziel ist eine bedarfs- und bedürfnisgerechte sowie diskriminierungsarme Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Geschlechtsinkongruenz/Geschlechtsdysphorie und ihren Sorgeberechtigten.

Das Kapitel “Herausforderungen für Pflegende und Angehörige weiterer Versorgungsberufe des Gesundheitswesens im Umgang mit trans* Kindern und Jugendlichen – Ergebnisse einer qualitativen Studie” wird auf link.springer.com unter der Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell – Keine Bearbeitung 4.0 International Lizenz veröffentlicht.

Die Herausgeber*innen

Claudia Wiesemann ist Medizinethikerin und Professorin an der Universitätsmedizin Göttingen.

Maximiliane Hädicke ist Soziologin und Medizinethikerin. Ihre Forschungsschwerpunkte betreffen die Lebensphase der Kindheit und Jugend, geschlechtliche Vielfalt und Diskriminierung in der Medizin.

Mari Günther ist systemische Therapeutin, Referentin für Beratungsarbeit und Gesundheitsversorgung beim Bundesverband Trans*.

Manuel Föcker ist Chefarzt an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, - psychosomatik und -psychotherapie am Campus Gütersloh der LWL-Universitätsklinik Hamm.

Milena Siebald ist Psychologische Psychotherapeutin und die stellvertretende psychotherapeutische Leitung der Spezialsprechstunde für Kinder mit Geschlechtsinkongruenz oder Geschlechtsdysphorie (trans*) des Universitätsklinikums Münster. 

Georg Romer ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und –psychotherapie, Psychoanalytischer Paar- und Familientherapeut und Professor am Universitätsklinikum Münster.

mai 2026, 241 pages, Allemand
Springer
978-3-662-71495-9

Autres titres sur ce thème