Sekundäre Viktimisierung durch Strafverfahren wegen sexualisierter Gewalt

Narrative Interviews mit Betroffenen sexualisierter Gewalt zu Erfahrungen in Strafverfahren, Opferschäden und ihrer Verursachung

Wer Anzeige wegen sexualisierter Gewalt erstattet oder anderen dazu rät, wird sich einen positiven Effekt erhoffen. In der Realität erfahren Betroffene in Strafverfahren jedoch oft zusätzliche Schädigungen, eine sogenannte sekundäre Viktimisierung. Im Rahmen dieser Arbeit wurden elf narrative Interviews ausgewertet, um mehr über die sekundäre Viktimisierung in diesem Kontext, ihre Ausformungen und Entstehungshintergründe zu erfahren. Als Ergebnis werden acht sekundäre Viktimisierungseffekte und vier sekundär viktimisierende Strukturen präsentiert. Daran anschließend werden rechtspolitische Empfehlungen abgeleitet, die darauf gerichtet sind, die Erfahrungen Betroffener in Strafverfahren wegen sexualisierter Gewalt ganzheitlich zu verbessern. Die Arbeit wurde mit dem Promotionspreis der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln im Bereich Strafrecht ausgezeichnet.

février 2026, env. 637 pages, Kölner Schriften zur Kriminologie und Kriminalpolitik, Bd. 28, Allemand
Nomos
978-3-7560-3587-8

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