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Prokofiev, Schnittke, Pärt

[Die Gazzanas] musizieren seit frühester Kindheit als Geschwister gemeinsam. Doch das allein erklärt noch nicht die besondere Intimität ihres Musizierens. Hier ist mehr als nur familiäre Vertrautheit; in ihrem Spiel liegt etwas ungeheuer Unverstelltes, als bestünde ihre Aufgabe darin, alles Nichtwesentliche wegzulassen.'
- Christine Lemke-Matwey (Die Zeit, SWR)

Ihr letztes Album mit Werken von Schumann, Grieg und Tõnu Kõrvits ließ die Gazzana-Schwestern Natascia und Raffaella laut der französischen Tageszeitung Le Monde 'höchste Ebenen instinktiven Ausdrucks erreichen', und man könnte argumentieren, dass dies für ihre neue Aufnahme mit Musik von Sergej Prokofjew, Arvo Pärt und Alfred Schnittke noch mehr gilt. Die Interpretation von Prokofjews Sonate Nr. 1 op. 80 durch das Duo eröffnet das Programm mit Dringlichkeit, ganz im Sinne des Komponisten (Prokofjew erklärte bekanntlich, eine bestimmte Passage 'sollte so klingen, dass die Leute von ihren Sitzen aufspringen ...'), zugleich aber auch mit lyrischer Gelassenheit, die insbesondere den dritten Satz des Werks in ein bezauberndes Licht taucht. Auch Prokofjews Fünf Melodien op. 35a werden mit der gleichen Überzeugung interpretiert, während Pärts Spiegel im Spiegel, mit Ruhe und Demut dargeboten, als nachdenkliche Atempause dient. Den Abschluss des Programms bildet Schnittkes Gratulationsrondo - ein festliches Stück, in dem der Komponist seinen sonst typischen polystilistischen Ansatz umgeht und stattdessen in einem traditionelleren Umgang mit dem klassischen Idiom brilliert.

Das Album wurde im Februar 2025 im Reitstadel in Neumarkt aufgenommen und von Manfred Eicher produziert.

avril 2026, Anglais
Universal Vertrieb

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