Moosland

Roman | Nominiert für den Harbour Front Debütpreis 2026 (Shortlist)

1949: Als Elsa in Island ankommt, ist sie eine von vielen. Knapp dreihundert junge Frauen aus Deutschland sind dem Aufruf der isländischen Bauernpartei gefolgt, um dort ein Jahr auf Höfen zu arbeiten. Man hofft auf Arbeitskräfte sowie Heiratskandidatinnen, da viele Isländerinnen in die Städte abgewandert sind. Sprachkenntnisse können die Frauen nicht vorweisen, aber oft haben sie nichts zu verlieren. Auch Elsa schweigt. Sie ist nicht hier, um zu bleiben, und sie trauert um ihre Freundin Sola. Dennoch entsteht zwischen leuchtenden Wiesen und endlosem Meer ein Zusammenleben, das sich Elsa irgendwann nicht mehr vom Leibe halten kann. Allein ihre Anwesenheit verändert die Dynamik auf dem Hof - besonders die zwischen den Bauernsöhnen. Und dann ist da auch noch die verschwundene Tochter der Familie, über die niemand spricht und die für Elsa immer wichtiger wird ... Katrin Zipse erzählt einfühlsam und lebendig anhand eines fast vergessenen Stücks Geschichte, was es heißt, zu einer neuen Sprache zu finden.

mars 2026, 224 pages, relié, Allemand
DuMont Lit. und Kunst
978-3-7558-0071-2

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