Gleichheit, Gemeinschaft, Gerechtigkeit

Kommunismus vor Marx

'Keine Herren mehr, keine Ausbeuter mehr und keine Ausgebeuteten', forderte Babeuf 1795. Joshua Graf blättert in der Geschichte des Kommunismus zurück - noch vor den 'Sonnenaufgang der Französischen Revolution' (Hegel) -, um Vorläufern wie Zeitgenossen von Marx und Engels nachzugehen. Bündig ordnet er bekanntere wie auch fast vergessene Pioniere radikaler Gesellschaftskritik in ihre spezifische Zeit ein. Deren pauschale Zurückweisung als ¿utopisch¿, so eine These des Bandes, wird ihnen nicht gerecht. Zumal sich jene Frage als roter Faden erweist, die auch für die ¿Klassiker¿ zentral sein wird: 'Wo es Privateigentum gibt', so Thomas Morus 1516, 'gibt es keine Gerechtigkeit.' Das 'arme Volk' sollte, erklärte Wilhelm Weitling 1842, nicht 'Personen den Krieg machen, sondern dem Eigentum'. Eine entsprechend lange Tradition hatte das Begehr eines Gemeinwesens, das den Widerspruch von Arm und Reich hinter sich lässt. Ein Gerrard Winstanley (1609-76) etwa verlangte eine 'Gemeinschaft der Güter', und der ¿Code de la Communauté¿ (Théodore Dézamy, 1842) verfügte, 'alle Reichtümer der Gemeinschaft' würden 'unaufhörlich und für immer allen zur Verfügung stehen.'

juillet 2026, 127 pages, Neue Kleine Bibliothek, Bd. 359, Allemand
Papyrossa Verlags GmbH +
978-3-89438-870-6

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