Föderalismusreform I und Beamtenmobilität zwischen den Ländern

Ein Modell zum bundesländerübergreifenden Dienstherrenwechsel von Beamten in Polizei, Verwaltung und Schuldienst

Ein Bundeslandwechsel ist für Beamtinnen und Beamte rechtlich vorgesehen - in der Praxis kann er dennoch an erstaunlich hohen Hürden scheitern. Seit der Föderalismusreform I im Jahre 2006 hat sich das Dienstrecht der Länder zunehmend auseinanderentwickelt. Welche Folgen hat diese Fragmentierung für die Mobilität im öffentlichen Dienst?

In diesem Buch wird der länderübergreifende Dienstherrenwechsel am Beispiel der Polizei untersucht. Ergänzend werden Erfahrungen aus der allgemeinen Verwaltung und dem Schuldienst einbezogen. Auf der Grundlage von 38 Experteninterviews werden die Mechanismen hinter gescheiterten oder erschwerten Wechseln rekonstruiert: starre Tauschverfahren, fehlende Anerkennung von Qualifikationen, Unterschiede bei Laufbahn, Besoldung und Versorgung, erneute Gesundheitsprüfungen sowie intransparente Abläufe. Zugleich wird gezeigt, dass Wechselwünsche meist persönlich und weit seltener durch ein attraktiveres Dienstrecht motiviert sind.

Aus den empirischen Befunden wird eine Theorie mittlerer Reichweite der Beamtenmobilität entwickelt. Damit wird erklärt, wie institutionelle Barrieren, individuelle Ressourcen und das Handeln der Dienstherren zusammenwirken und warum ein fragmentiertes Dienstrecht seine mobilitätshemmende Wirkung selbst verstärken kann. Abschließend werden konkrete Handlungsempfehlungen für transparentere, planbarere und durchlässigere Wechselverfahren formuliert.

février 2027, env. 438 pages, Allemand
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
978-3-658-53477-6

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