Finanzierung von Entwicklung - Herausforderungen der Entwicklung, Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungsfinanzierung in einer ungleichen Welt

Diplomarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich BWL - Investition und Finanzierung, Note: 1,7, Westsächsische Hochschule Zwickau, Standort Zwickau (FB Wirtschaftswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahr 2000 lebten ca. 6 Milliarden Menschen1 auf der Erde, diese erwirtschafteten einBruttoinlandsprodukt von ca. 31 Billionen Dollar2. Das entspricht einem Pro-Kopf-Anteilvon ca. 5118 US$. Auf den einzelnen Tag gerechnet würde das bedeuten, dass für jedenBewohner dieser Erde pro Tag ca. 14 Dollar zur Verfügung stehen würden3. Tatsächlichaber leben 1,151 Milliarden Menschen von weniger als einem Dollar pro Tag.4Obwohl ca. 40% der weltweiten Bevölkerung in den so genannten Low-Income-Staatenleben, erreicht ihr Anteil am weltweiten Bruttosozialprodukt gerade einmal 3,3%. Oderanders herum betrachtet, erwirtschaften die 14,5% der Gesamtbevölkerung, die in denHigh-Income-Staaten leben, einen Anteil am weltweiten BSP von fast 80%.5 Noch gravierenderist der Unterschied zwischen den am wenigsten entwickelten Ländern und denLändern der OECD. Das BIP pro Kopf in den hoch entwickelten Ländern der OECD istfast 23 mal höher als der BIP-Anteil der LDC´s. 6 Damit nicht genug, das Einkommen derreichsten 5% der Erdbevölkerung ist sagenhafte 114mal höher, als das Einkommen derärmsten 5%.7 Bezieht man diese Relation auf die reichsten und ärmsten 20%, so erhältman immer noch das stolze Verhältnis von 74:1 (siehe Abb.1)Wir leben in einer Zeit von Widersprüchen und Veränderungen. Hinter uns liegt der Beginneines neuen Jahrtausends, vor uns liegt eine Zeit von Veränderungen, die die Veränderungender letzten 50 Jahre noch weit in den Schatten stellen werden. Unsere Weltkennt große internationale Institutionen, die seit gut 50 Jahren die Aufgabe verfolgen Hungerund Elend in der Welt zu beseitigen. Die Vereinten Nationen, die so etwas wie eineWeltregierung darstellen sollten, sind nicht in der Lage eine gerechte Welt ohne Übervorteilungherzustellen. Die internationalen Institutionen, die entscheidenden Einfluss auf die Fragen der Entwicklungszusammenarbeithaben, werden von den reichen Nationen dominiert und setzendementsprechend auch die Maßnahmen durch, von denen angenommen wird, dass sieEntwicklung begünstigen. [...]1 UN 2001 in UNDP: „Bericht über die menschliche Entwicklung 2002“, UNO-Verlag, Bonn, S. 193.2 Worldbank 2002 in ebenda, S. 221.3 eigene Berechnung aus dem schon aufgeführten Datenmaterial.4 Worldbank 2002 in UNDP: „Bericht über die menschliche Entwicklung 2002“, UNO-Verlag, Bonn,S. 21.5 eigene Berechnung aus Datenmaterial in ebenda, S. 193 u. S. 221.6 Worldbank 2002 in ebenda, S. 221.7 Milanovic 2001 in ebenda, S. 12.
janvier 2004, 149 pages, Allemand
GRIN VERLAG
9783638241496

Autres titres sur ce thème