Die Scheinehe im liechtensteinischen Recht

Wenn eine Ehe nicht der Führung einer Lebensgemeinschaft, sondern dem Aufenthaltstitel oder dem Staatsbürgerschaftserwerb dient - was gilt dann nach liechtensteinischem Recht? Ziel dieser Dissertation ist die erstmalige systematische Untersuchung der Scheinehe im liechtensteinischen Recht mit einem besonderen Fokus auf migrationsrechtliche Fallkonstellationen. Eine Scheinehe berührt gleichzeitig mehrere Rechtsgebiete: das Eherecht, das Ausländerrecht sowie das Staatsbürgerschaftsrecht. Es wird deshalb untersucht, wie die einschlägigen Normen im Ehegesetz (EheG), dem Personenfreizügigkeitsgesetz (PFZG), dem Ausländergesetz (AuG) und dem Bürgerrechtsgesetz (BüG) systematisch zusammenzuführen, dogmatisch einzuordnen und auf ihre Wirksamkeit hin zu beurteilen sind. Ergänzend werden das notwendige Indizienverfahren sowie die strafrechtliche Sanktionierung von Scheinehen beleuchtet. Die Arbeit enthält eine Gesamtbetrachtung der Wechselwirkungen zwischen den Rechtsgebieten und zeigt auf, wo das geltende Recht kohärent ist, wo es Lücken lässt und wo Verbesserungsbedarf besteht.

septembre 2026, env. 284 pages, Allemand
Edition Weblaw
978-3-03916-347-2

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