Briefe von Mai bis August 1548

Vor Ende des Augsburger Reichstags erlässt Kaiser Karl V. das Augsburger Interim, mit dem er den evangelischen Reichsständen den alten Glauben aufzwingen will. Während einzelne Widerstand leisten, sehen sich die meisten zur Annahme genötigt. Gegenüber der Reichsstadt Konstanz, die sich weigert, das Interim anzunehmen, zeigt sich der Kaiser unversöhnlich: Anfang August lässt er die Stadt angreifen. Obwohl der Ansturm abgewehrt werden kann, ist die Mehrheit der Bürger wegen der grossen Verluste entmutigt. In der Eidgenossenschaft herrscht über die Unterstützung der Konstanzer sowie über die Schwurformel des Bundeseids Uneinigkeit. Dies steigert die Furcht der evangelischen Orte vor einem Angriff Kaiser Karls. Heinrich Bullinger setzt sich in dieser Zeit für die vielen evangelischen Flüchtlinge aus Süddeutschland ein, die vor dem Interim in die Eidgenossenschaft fliehen.

septembre 2026, 584 pages, Heinrich Bullinger Werke, Bd. WA2=BW1, Allemand
Theologischer Verlag
978-3-290-18825-2

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