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Utopische Dichtung der Gegenwart
Publié par:
Hayer, Björn

Die Nähe zum Utopischen ist der Lyrik schon in die Wiege gelegt. Autoren beinah aller Zeiten - von Hölderlin, der uns ins Offene schickt, bis hin zu Rilke, der im Vers den Raum für die Verwandlung vorfindet - haben sich der visionären Kraft der Lyrik bedient. Dichten an sich ist schon utopisch. Nur wie verhält es sich damit in der Gegenwart? In einer Zeit, die uns durch Kriege und Klimawandel zunehmend finster erscheint? Wo gelingt der Affekt des Hoffens, wie ist es möglich aus sich herauszugehen? Was kann das Leben weit machen, statt es zu verengen? Zeitgenössische Lyriker:innen suchen in der Tat nach Hoffnungspoetiken. Sie hinterfragen die Verantwortung des Menschen für seine Umwelt, kreieren neue Welten und scheuen ebenso wenig vor Kritik am Utopischen zurück. Das zeigt diese breit angelegt Anthologie zeitgenössischer Lyrik. Was alle Entwürfe eint: das Ausloten von Optionen, das Sowohl-als-auch, die Freude am Dazwischen-Dichten. Das Buch gliedert sich in fünf Teile: Utopie als Schreibform, Vom Dazwischen zum guten Ort, Melancholie als Quell des Utopischen, Ökologie und Utopie, Utopiekritik und Dystopie - und wird durch einen Essay von Björn Hayer abgerundet. Lyrikerinnen und Lyriker: Mirko Bonné, Yevgeniy Breyger, Jürgen Brôcan, Crauss, Daniela Danz, Dominik Dombrowski, Kurt Drawert, Carl-Christan Elze, Daniel Falb, Isabella Feimer, Alexander Graeff, Manon Hopf, Nancy Hünger, Matthias Jeschke, Alexander Kappe, Esther Kinsky, Julia Kulewatz, Christine Langer, José F.¿A. Oliver, Nasima Razizadeh, Dana Ranga, Doris Runge, Ulrike Almut Sandig, Silke Scheuermann, Tom Schulz, Nathalie Schmid, Mira Magdalena Sickinger, Michael Stavari¿, Jürgen Theobaldy, Julia Trompeter, Sebastian Unger, Andreas Unterweger, Thomas Weiß, Eva Christina Zeller.

mars 2026, 180 pages, Gegenwarten, Bd. 34, Allemand
Gans Verlag
978-3-946392-78-1

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