Commander aujourd'hui : Schweizerische Zivilprozessordnung (Art. 1–352 ZPO sowie Art. 400–408 ZPO)

Zwei Mal schon hat sie mit ihren Eltern die Kontinente gewechselt und den Namen gleich dazu. Nun zieht Aga ins 'Land der Mörder', so hat sie es aufgeschnappt. Angekommen in einem Haus der jüdischen Gemeinde, macht sich das kleine Mädchen auf die Suche nach ihnen. Erik Ode, der Kommissar, den sie im Fernsehen kennenlernt, hilft ihr dabei. Lessmanns autobiografisch gefärbter Roman erzählt subtil, wie das Schweigen der Überlebenden den Nachkommen zur Last wird - und wie ihre heranwachsende Hauptfigur in gewitzter Selbstbehauptung die Hoffnung auf Heilung nie aufgibt. Nach der antisemitischen Hetze der Kommunistischen Partei Polens im Jahr 1968, die ihre Eltern zwang, ihre Heimat zu verlassen, kommt Aga über Israel nach Deutschland. Es ist etwas Merkwürdiges mit dem Haus, in dem sie nun wohnt. Es steht neben einer Kaserne, auf deren Tennisplatz amerikanische Soldaten ihre Freizeit verbringen, und dem Garten eines ehemaligen Klosters, in dem Hippies Bäume pflanzen. Dazwischen wuchern die kindlichen Fantasien. Das Verschwiegene bricht sich schließlich Bahn in einem tatsächlichen Mord. Schritt für Schritt beginnt Aga die leeren Stellen in den Erinnerungen zu füllen. Dafür aber muss sie erst ihren richtigen Namen wiederfinden. Mit der Hauptfigur reifen ihre Sprache und ihr Verständnis. Ein Roman über das Schweigen nach der Shoah, und eine Geschichte darüber, was nötig ist, um es zu überwinden. Und auch eine Liebesgeschichte.

octobre 2025, 242 pages, Gegenwarten, Bd. 23, Allemand
Gans Verlag
978-3-946392-60-6

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