Anti Opfer
WARUM WIR OPFER HASSEN
In Talkshows, in Bundestagsdebatten, am Abendbrottisch – überall wird über
Opfer
gesprochen. Doch zunehmend sind damit nicht Menschen gemeint, denen Unrecht widerfahren ist. Sondern solche, die die Harmonie stören, die als verweichlicht gelten, die andere herunterziehen oder sich über sie stellen wollen.
Opfer
– das ist längst ein Vorwurf geworden. Wenn Menschen nicht so viel jammern würden, heißt es, hätten wir nicht so viele Probleme. Doch was passiert mit einer Gesellschaft, wenn Sensibilität als elitär gilt, das Recht des Stärkeren dagegen als egalitär und authentisch?
Alice Hasters beschreibt einen medial verstärkten kulturellen Wandel, der nicht zufällig mit einem Aufschwung von Autoritarismus und Faschismus einhergeht. Mit intellektueller Unruhe und unbeirrter Klarheit benennt sie die verheerenden Folgen dieser Politik und stellt ihnen die politische Kraft der Verbundenheit gegenüber.
Ullstein
978-3-550-20406-7

