Fachkräftemangel hausgemacht?

Warum Betriebe keine Azubis finden - und was sie selbst ändern müssen

Der Fachkräftemangel ist real. Aber nicht jede seiner Ursachen kommt von außen. Wenn Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, Auszubildende immer wieder nachfragen, innerlich kündigen oder den Betrieb unmittelbar nach ihrem Abschluss verlassen, ist die Erklärung schnell gefunden: Die junge Generation sei unzuverlässig, nicht belastbar und wolle nicht mehr arbeiten. Schwieriger, und deutlich unangenehmer, ist die Frage, welchen Anteil der Betrieb selbst daran hat. Dieses Buch richtet sich an Betriebsinhaber, Führungskräfte, Personalverantwortliche, Ausbilder und alle, die im Arbeitsalltag mit Auszubildenden zu tun haben. Es zeigt, warum Auszubildende keine billigen Arbeitskräfte, sondern eine Investition in die Zukunft sind. Es hinterfragt Bewerbungsverfahren, Einarbeitung, Umgangston, Fehlerkultur, fehlende Strukturen und den täglichen Umgang mit Unsicherheit und wiederholten Nachfragen. Dabei geht es nicht darum, Auszubildende von jeder Verantwortung freizusprechen. Es geht um einen ehrlichen Blick auf beide Seiten , und besonders auf jene, die aufgrund ihrer Position mehr Verantwortung tragen. Wie viele Auszubildende bleiben nach ihrem Abschluss freiwillig im Unternehmen? Wie wird mit Fehlern, Unsicherheit und Kritik umgegangen? Und würde man unter den eigenen Bedingungen selbst noch einmal eine Ausbildung beginnen? Ein bewusst unbequemer Denkanstoß über das, was war, das, was ist, und das, was sich verändern muss, damit betriebliche Ausbildung wieder eine Zukunft hat.

September 2026, ca. 122 Seiten, Deutsch
BoD - Books on Demand
978-3-6967-1452-9

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