Die Entwicklung des erbschaftsteuerlichen Verschonungssystems für betriebliches Vermögen
Das erbschaftsteuerliche Verschonungssystem für betriebliches Vermögen erweist sich in der historischen Betrachtung als steuerrechtliche "Dauerbaustelle". Die aus den verfassungsgerichtlichen Vorgaben und politischen Anpassungsversuchen resultierende Komplexität nimmt Dr. Philipp Bechter zum Anlass, die damit verbundene "Verschlimmbesserung" und inkonsistente Ausgestaltung der betrieblichen Begünstigungsnormen herauszuarbeiten. Der faktische Zwang zur Einhaltung der Begünstigungsvoraussetzungen führt zu starken Einschränkungen des unternehmerischen Handlungsspielraums und zu erheblichem Planungs-, Beratungs- und Befolgungsaufwand, woraus eine enorme praktische Relevanz bei der Gestaltung der Erbschaftsteuerbelastung i.R.d. Unternehmensnachfolge resultiert. Zudem mangelt es an überzeugenden Rechtfertigungsgründen für die Ausgestaltung der Begünstigungsnormen. Im Fokus der Untersuchung stehen u.a.: - die historische Entwicklung des Verschonungssystems unter Berücksichtigung von Rechtsprechung und Verwaltungsauffassung, - die Analyse der Wirkung zur Erreichung der gesetzgeberischen und verfassungsgerichtlichen Begünstigungsziele, - die Analyse der Konformität mit den Rechtfertigungsgrundsätzen zur Erbschaftsteuererhebung sowie - Ansätze zur Reformierung des Status quo. Neben der Darlegung der etlichen Unzulänglichkeiten und Fehlanreize der Begünstigungsnormen beinhaltet das Werk praxisnahe Handlungsempfehlungen und Gestaltungsmöglichkeiten. Es setzt neue Impulse in der anhaltenden politischen Debatte sowie im Kontext der angekündigten Beurteilung durch das BVerfG.
Schmidt (Erich)
978-3-503-24350-1

