Das Elend der Geopolitik
Das Wort 'Geopolitik' hat in den letzten Jahren eine steile Konjunktur erlebt. In nahezu allen Beschreibungen der internationalen Politik, besonders mit Bezug auf die Außenpolitik Russlands und der USA, findet es sich. Auch von einer 'geopolitischen Kommission' für die Europäische Union ist die Rede. Klaus Schlichte zeigt, dass eine Auffassung internationaler Politik entlang der Kategorien und Denkweisen der 'Geopolitik' ein intellektuelles Elend ist. Sie wird den Strukturen und Herausforderungen der Gegenwart nicht gerecht. Außerdem führt die 'Geopolitik' ins Elend: Denn hinter dem Begriff, wie er gegenwärtig genutzt wird, verbirgt sich bloßes Machtstaatsdenken. So vermindern sich nicht nur die Chancen internationaler Zusammenarbeit, auch die Möglichkeiten einer besseren Zukunft werden gefährdet.
Hamburger Edition
978-3-98722-002-9

