Bistumskumulation im Alten Reich

Die Regierung des Mainzer Erzbischofs und Bamberger Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn

 

Bistumskumulationen, also die Regierung ein und desselben Bischofs über mehrere Bistümer zur selben Zeit, waren im Alten Reich über die gesamte Frühe Neuzeit hinweg häufig und stellten ein Strukturmerkmal der Germania Sacra dar. Diese Fürstbischöfe waren damit nicht nur für mehrere Diözesen, sondern als Reichsfürsten auch für gleich mehrere Territorien zuständig.

Die vorliegende Studie untersucht anhand der Herrschaft des Lothar Franz von Schönborn als Kurfürst und Erzbischof von Mainz sowie immediater Fürstbischof von Bamberg erstmals detailliert eine solche Personalunion. Ausgehend von der Betrachtung der kirchenrechtlichen und politischen Bedingungen werden die Folgen der Bistumskumulation für die Reichspolitik, das Verhältnis zur Kurie, die Organisation der Diözesen bzw. Territorien und deren Herrschaftseliten beleuchtet. Deutlich wird, wie prägend die Bistumskumulation nicht nur für die geistliche und weltliche Herrschaft sowie die Reichspolitik des Lothar Franz, sondern auch für die Entwicklung der Verwaltung und die Zusammensetzung der Herrschaftselite der beiden geistlichen Staaten war.

August 2026, 473 Seiten, bibliothek altes Reich, Deutsch
De Gruyter
978-3-11-223471-6

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