Zum Verhältnis von Deutschdidaktik und Bezugswissenschaften
Die Anleihen der deutschdidaktischen Diskurse bei den Bezugswissenschaften bleiben, trotz möglicher Kompatibilität von gemeinsamen Problemfeldern, ein Dilemma der Selektion. Sie wirft a priori kritische Fragen auf, die sich zwangs-läufig vor allem angesichts der indirekten Bezugswissenschaften stellen. Denn sie geben keine unmittelbaren Anregungen für den Deutschunterricht wie die Germanistik, ablesbar an den abgeleiteten hochschuldidaktisch installierten Sparten der Literatur- und Sprachdidaktik. So gesehen müssen die indirekten bezugswissenschaftlichen Importe sorgfältig auf die Nützlichkeit ihrer Transformation geprüft werden: sowohl hinsichtlich der deutschdidaktischen Reflexion als auch hinsichtlich der daraus deduzierten unterrichtspraktischen Organisation.
Schneider Verlag
978-3-98649-062-1

