#YouToo

Kein Täter sein ist nicht genug

Die Wut muss die Seite wechseln

Nicht alle Männer sind Täter. Aber ihr Schweigen macht sie zu Komplizen. Zehn Jahre nach #MeToo fragt Viktoria Morasch: Warum ist Gewalt gegen Frauen noch immer vor allem Frauensache? Ein Essay über männliches Wegsehen, weibliche Angst ? und eine radikale Forderung: Jetzt sind die Männer dran, für ein besseres Verhältnis der Geschlechter zu kämpfen. Kein Täter sein ist nicht genug.

Moraschs Essay ist persönlich und streitbar. Als Journalistin hat sie selbst zu #MeToo recherchiert und erlebt, welchen Widerständen Frauen begegnen, wenn sie über Macht und Gewalt sprechen. Ihre zentrale Forderung lautet: Kein Täter zu sein, reicht nicht mehr. Männer müssen aktiv Verantwortung für das Verhalten anderer Männer übernehmen, widersprechen, Grenzen ziehen und eingreifen. Morasch will in ihrem Text keine neue Front zwischen den Geschlechtern eröffnen. Im Gegenteil. Ihre Antwort ist ebenso provokant wie hoffnungsvoll: Sie zeigt, dass wirkliche Nähe zwischen Frauen und Männern erst möglich sein wird, wenn Männer Gewalt gegen Frauen als ihr eigenes gesellschaftliches Problem begreifen.

März 2027, ca. 144 Seiten, Beck Paperback, Bd. 6651, Deutsch
Beck, C H
978-3-406-85922-9

Weitere Titel der Reihe: Beck Paperback

Alle anzeigen

Weitere Titel zum Thema