Verhaltenspsychologisch begründete Wahrnehmungsfehler bei der Identifikation betrieblicher Risiken

Evidenzbasierte Entwicklung eines Risk Intake-Modells basierend auf theoretischen Grundlagen und empirischer Evaluierung

Unternehmen setzen Enterprise Risk Management¿Systeme (ERM) ein, um Risiken und Chancen angemessen zu identifizieren und zu steuern – was häufig entscheidend für den fortgesetzten Erfolg ist. Spektakuläre Fehlentwicklungen und Zusammenbrüche großer Organisationen wurden häufig mit Problemen in der Wirksamkeit ihrer ERM¿Systeme verknüpft.

Überraschenderweise spezifizieren global anerkannte Risikomanagement¿Standards nicht exakt, was zur Identifizierung von Risiken und Chancen getan werden muss. Sie gehen stillschweigend davon aus, dass Risikoidentifikation ohne detaillierte Anleitung funktioniert. ERM¿Systeme, insbesondere die Risikoidentifikation, erfordern menschliche Analysen mit einem hohen Maß an Subjektivität und Urteilsbildung. Daher ist die Risikoidentifikation anfällig für systematische Verzerrungen im menschlichen Urteil, die die Effektivität beeinträchtigen. Bis heute haben weder akademische Forschung noch praxisorientierte Literatur untersucht, welche Verzerrungen auftreten und wie sie das Ergebnis beeinflussen.

Das Buch nutzt Modelle aus Verhaltensökonomie, Entscheidungstheorie, Prozessmanagement und Psychologie, um eine detaillierte Aufschlüsselung der Risikoidentifikation zu erarbeiten. Der Autor identifiziert mögliche Verzerrungen und liefert umfassende Einblicke sowie einen Katalog kognitiver Verzerrungen. Empfehlungen zeigen, wie Organisationen diese mindern können, um die Qualität der Risikoidentifikation zu steigern.

Oktober 2026, Leadership Insights: Impulse für Management und Führung, Deutsch
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
978-3-658-52017-5

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