Thea von Harbou: Spione

Mit 16 Bildern aus dem gleichnamigen Film

Berlin, wie das gesamte westliche Europa, ist in den 1920er Jahren voll von russischen Emigranten, die nach der Oktoberrevolution 1917 ihre Heimat verlassen hatten. Seit Walther Rathenaus Unterschrift unter den Vertrag von Rapallo 1922 geben sich sowjetische Diplomaten, Handelsvertreter und Künstler in Berlin die Klinke in die Hand. Unangenehme Begegnungen zwischen russischen Emigranten unterschiedlicher politischer Lager sind an der Tagesordnung. Thea von Harbou, unter anderem auch Autorin der Romane und Filme "Metropolis" und "Frau im Mond", verarbeitet diesen explosiven Alltag zu einem packend-ironischen Roman, in dem sich alle gegenseitig bespitzeln und ermorden. Ein Klassiker ist geboren. Mit "Spione" bietet sich die Gelegenheit, die Geburtsstunde eines ganzen Genres zu erleben. Wann immer Leserschaft oder Filmpublikum einem Spionagethriller jüngeren Datums begegnen - mögen Themen und Sensationen auch variieren -, wird man konstatieren müssen, dass alles schon einmal da war: und zwar in "Spione", dem Prototypen!

Mai 2026, 262 Seiten, Deutsch
MEDIA Net-Edition
978-3-939988-28-1

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