Südtiroler Zeitgeschichte in 19 Romanen
Wie spiegelt sich die Geschichte Südtirols seit dem Ersten Weltkrieg in der Literatur? Seit der Teilung Tirols durch den Friedensschluss von St. Germain rücken im Südtiroler Roman gesellschaftliche Verhältnisse in den Mittelpunkt, insbesondere die ethnischen Spannungen zwischen den Deutschen und den Italienern, verschärft durch den faschistischen Versuch der Entnationalisierung der alteingesessenen Bevölkerung, wobei das Optionsabkommen einen Tiefpunkt bildet. Ein ladinischer, drei italienischsprachige und fünfzehn deutschsprachige Romane werden unter dem Gesichtspunkt untersucht, was sie über die jüngste Südtiroler Geschichte aussagen und wie weit sie Quellen zum Selbstverständnis der Menschen im Land sind. Behandelt werden unter anderem Werke von Albert v. Trentini, Luis Trenker, Franz Tumler, Joseph Georg Oberkofler, Claus Gatterer, Joseph Zoderer, Frida Piazza, Sepp Mall, Francesca Melandri und Sabine Gruber.

