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Mikrotonalität in Mexiko

Konzeptualisierung und Realisierung des "Sonido 13" von Julián Carillo (1921-1925)

Julian Carrillos "Sonido 13" - musikalischer Pioniergeist aus Mexiko für die Welt In einer Zeit, als die musikalische Avantgarde nach neuen Klangwelten suchte, entwickelte Julian Carrillo in Mexiko sein revolutionäres "Sonido 13"-System - eine mikrotonale Kompositionstechnik, die über die zwölf Halbtöne der westlichen Musik hinausging. Mit akribischer Präzision rekonstruiert Jonas Reichert die faszinierende Entstehungsgeschichte dieses einzigartigen musikalischen Experiments zwischen 1921 und 1925. Die Studie enthüllt, wie Carrillo sein System durch geschicktes Navigieren zwischen globalen Verbindungen und bewussten Abgrenzungen positionierte. Während er einerseits in der "glorreichen deutschen Musiktradition" verwurzelt sein wollte, inszenierte er sich gleichzeitig als völlig eigenständiger Pionier der Mikrotonalität, dessen erste Experimente angeblich bis 1895 zurückreichten. Der Autor zeigt, wie sich Carrillos Kompositionssystem von einer visionären Idee zu einer praktischen Realität entwickelte - durch eigens konstruierte Instrumente, ein numerisches Notationssystem und öffentlichkeitswirksame Konzerte im postrevolutionären Mexiko. Besonders aufschlussreich ist die Analyse seiner ersten mikrotonalen Werke, die den schmalen Grat zwischen avantgardistischer Innovation und publikumswirksamer Tradition erkunden. Für Musikwissenschaftler, Komponisten und kulturhistorisch Interessierte, die einen tiefen Einblick in einen faszinierenden, aber oft übersehenen Kapitel der Musikgeschichte suchen.

März 2026, 368 Seiten, Deutsch
Wolke Verlagsges. Mbh
978-3-95593-607-5

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