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Südamerika

Koloniale Narben, radikale Gegenwart

Spätestens seit der Entführung des venezolanischen Präsidenten nach New York Anfang Januar 2026 blickt die Welt voller Sorge Richtung Südamerika. Donald Trump spricht schon von einer Donroe-Doktrin, in Anlehnung an die Monroe-Doktrin von 1823, die die Region zum unmittelbaren Einflussbereich der USA erklärte. Rechtsextreme Staatschefs und Verbündete der Trump-Administration regieren in Ecuador, Chile und Argentinien. In mehreren Ländern stehen in diesem Jahr Wahlen an, darunter im Mai in Kolumbien, das Trump bereits im Visier hat, und im Oktober in Brasilien, wo sich der Sohn des rechtsextremen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro schon in Stellung bringt. Auch ohne die illegitimen Einmischungen der USA sind die politischen Aussichten düster. Mit Beiträgen u.a. von Ezequiel Adamovsky, Hélène Ferrarini, Manfred Kriener und Gabriela Wiener sowie neuen Karten und Infografiken von Adolf Buitenhuis.

März 2026, ca. 96 Seiten, Edition Le Monde diplomatique, Bd. 38, Deutsch
Taz Verlag
978-3-98682-041-1

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