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Stile des Menschseins

Eine phänomenologische Anthropologie der Weltverhältnisse

Von Stil zu reden ist nur dann sinnvoll, wenn die Möglichkeit zur Vielfalt gegeben ist. Michael Jenewein wendet sich in seiner phänomenologischen Anthropologie gegen die traditionelle Auffassung, es gebe ein eigentliches Wesen des Menschen, und argumentiert für eine notwendige Vielfalt der Weltverhältnisse. Damit ist kein normativer oder postmoderner Relativismus gemeint, sondern ein streng phänomenologisches Vorhaben: Menschsein bedeutet, sich in einer Relation zur Welt erleben zu müssen - und zwar innerhalb der Spannweite gemeinschaftlicher Nähe und gesellschaftlicher Distanz. Die Arbeit sieht sich in der Tradition einer Phänomenologie, die Intersubjektivität als unhintergehbare Erfahrung des In-der-Welt-Seins begreift. Im Zentrum steht der Versuch, die Formale Soziologie im Umfeld von Ferdinand Tönnies und Georg Simmel als Grundlage für eine Beschreibung der Lebenswelt neu zu erschließen.

Dezember 2025, 248 Seiten, Klostermann Weiße Reihe, Deutsch
Klostermann Vittorio GmbH
978-3-465-04710-0

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