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Schulanfänger:innen sprechen über Bilder

Uneindeutigkeit und Asymmetrie als Herausforderungen

Dem Sprechen über Kunst wird im Fach große Bedeutung beigemessen, das etablierte fachdidaktische Format dazu ist das kunstpädagogische Bildgespräch. Dennoch ist wenig darüber bekannt, wie einzelne Schüler:innen am Bildgespräch im Unterricht teilhaben können. Wie sprechen Schulanfänger:innen über Bilder, wenn sie dazu aufgefordert werden? Und wie unterscheiden sie sich dabei? Diese Studie widmet sich den individuellen Zugängen der Kinder und stellt einen systematischen Vergleich an. Dem interpretativen Paradigma folgend werden Mittel der ethnomethodologischen Konversationsanalyse und der dokumentarischen Methode genutzt, um zu verstehen, wie einzelne Schulanfänger:innen im Sprechen den Bildern Sinn zuschreiben. In der Analyse wird deutlich, wie komplex und voraussetzungsreich die Aufgabe des Sprechens über Bilder ist: Nicht nur benötigen die Kinder - besonders im Umgang mit Mehrdeutigkeit in Bildern - spezifische sprachliche Mittel und Fähigkeiten, sie sind auch herausgefordert, mit der asymmetrischen Grundsituation im Gespräch mit Erwachsenen umzugehen. Diese Arbeit sensibilisiert für die Komplexität des Sprechens über Bilder und die Rahmenbedingungen, unter denen dieses Sprechen im Unterricht stattfindet. Ausgehend von den Befunden plädiert die Studie für eine kritische Reflexion des fachdidaktischen Formats und der impliziten Erwartungen, die an die Kinder gerichtet werden.

Februar 2026, 375 Seiten, Deutsch
Kopäd Verlag
978-3-96848-191-3

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