Schiedsgerichte unter staatlicher Kontrolle

Das englische Recht und das UNCITRAL-Modellgesetz

Die Arbeit untersucht den Umfang staatsgerichtlicher Kontrollbefugnisse über die internationale Handelsschiedsgerichtsbarkeit. Der Schwerpunkt liegt auf der Darstellung und Untersuchung des englischen Rechts. Systematisch vergleicht die Arbeit das alte englische Schiedsverfahrensrecht mit dem Arbitration Act 1996. Letzterer wiederum wird mit dem UNCITRAL-Modellgesetz über die Internationale Handelsschiedsgerichtsbarkeit von 1985 verglichen. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, daß der Arbitration Act 1996 die Kontrollbefugnisse der Gerichte teils erheblich reformiert. Der Act trägt den Prinzipien der Parteiautonomie und Effizienz des Schiedsverfahrens über weite Strecken konsequent Rechnung. In wichtigen Punkten bleibt er jedoch hinter dem kompromißloseren UNCITRAL-Modellgesetz zurück. Denn noch immer ist nach dem englischen Recht die Anfechtbarkeit des Schiedsspruchs wegen materieller Fehler möglich.

April 2001, ca. 248 Seiten, Schriftenreihe der August Maria Berges Stiftung für Arbitrales Recht, Bd. 8, Deutsch
Peter Lang
978-3-631-37481-8

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